Peggy Szymenderski
 
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Liebe Besucherin, lieber Besucher

auf dieser Seite erhalten sie ausführliche Informationen zu meinen politischen Spezial- und Vertiefungsgebieten.
  
   
   
 
  Familien- und Gleichstellungspolitik  
  Ich bin Vorsitzende der Arbeitsgruppe Sozialdemokratischer Frauen (ASF) in Chemnitz und setze mich gemeinsam mit anderen aktiven Frauen  für eine menschliche Gesellschaft durch  Überwindung einer männlich dominierten Gesellschaft ein. Wir sind für ein gleiches, freies, gerechtes und solidarisches Miteinanderleben und für Chancengleichheit als demokratisches Prinzip in der Gesellschaft. Die Gleichstellung der Geschlechter ist eine Querschnittsaufgabe und erfordert daher die Auseinandersetzung mit vielen gesellschaftlichen Themen:
  • Frauenförderung
  • Studieren mit Kind
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Frauen und Karriere
  • Schutz vor Gewalt
  • Frauengesundheit
  • Soziale Absicherung im Alter
Mehr dazu unter: Frauen / ASF


Durch meine wissenschaftliche Arbeit inspiriert, engagiere ich mich zudem im Bereich der Familienpoltik, insbesondere zum Themenfeld "Vereinbarkeit" von Familie und Beruf.

Eltern agieren bei ihren Bemühungen Fürsorgearbeit zu leisten und Familie herzustellen oftmals "am Limit". Die zunehmenden Belastungen der erwerbstätigen Eltern resultieren aus einem Wandel von Erwerbsarbeit und Familie sowie ihr Verhältnis zueinander, der den familialen Alltag anforderungsreicher und komplexer macht. Die Familie als System wird fragiler. Vor allem allein Erziehende müssen als besonders vulnerabel gelten. Als strukturelles Problem erweist sich zudem die Parallelität steigender gesellschaftlicher Erwartungen an die Leistungen von Familie auf der einen und das Wegbrechen von Ressourcen wie Zeit und Geld bei mangelhafter Infrastruktur, den drei Säulen einer unterstützenden Politik für Familien, auf der anderen Seite. Eine weitere Zuspitzung dieser ungleichzeitigen Entwicklungen ist mit massiven Konsequenzen für die Gesamtgersellschaft sowie für die Wirtschaft verbunden - unter anderem voraussichtlich auch einer wachsenden Zögerlichkeit bei der Umsetzung von Kinderwünschen  oder durch Vereinbarkeitserfordernisse erschöpfte Arbeitskräfte.

Mehr dazu in: Jurczyk, Karin/ Schier, Michaela/ Szymenderski, Peggy/ Lange, Andreas/ Voß, Günter G. (2009). Entgrenzte Arbeit – entgrenzte Familie. Grenzmanagement im Alltag als neue Herausforderung. Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung, Band 100. Berlin: Edition Sigma.


Siehe auch: soz-familie.html
 
   
   
 
  Innenpolitik/Polizei  
  Zudem lassen sich aus den Ergebnissen meiner Dissertation "Gefühlsarbeit im Polizeidienst" wichtige politische Forderungen formulieren.

Polizeibedienstete werden im Umgang mit den Belastungen des Polizeiberufs oftmals allein gelassen. Sie müssen diese individuelle ertragen und bewältigen. Sie leiosten viel unsichtbare Gefühlsarbeit, um den Belastungen des Berufs langfristig standzuhalten. Vor diesem Hintergrund ist es eine Besorgnis erregende Entwicklung, dass den Polizeibediensteten immer vielfältigere Aufgaben übertragen werden bei gleichzeitiger Reduktion des Personals. Das zeigt sich bspw. an „Stuttgart 21“ oder an den Castor-Transporten. Die Polizei muss dort einspringen, wo es keine politische Mehrheit gibt. Damit verändert sich die Rolle der Polizei. Der Umgang mit den ungelösten politischen Problemen ist nicht einfach, denn das Polizeipersonal darf nicht zu viel Härte zeigen, allerdings darf es auch nicht zu nachlässig sein. Die Polizei unterliegt als Träger des Gewaltmonopols einer umfassenden öffentlichen Kontrolle. Es ist für die Beamtinnen und Beamten schwer, richtig zu handeln und das „richtige“ Maß bei der Durchsetzung von Interessen zu finden. Dieser Aspekt kann potenziell krank machen.

Vor diesem Hintergrund ist zu fragen, wie lang die Polizistinnen und Polizisten die Belastungen ihres Berufs noch selbst auffangen und individuell bewältigen können, wenn sie gleichzeitig keine entsprechende Unterstützung erhalten. Es ist anzunehmen, dass die Selbstzuständigkeit des Polizeipersonals im Umgang mit den emotionalen Arbeitsanforderungen prekär wird, wenn die Arbeitsdichte steigt und der Arbeitsdruck zunimmt. Das zeigt sich in der in anderen Studien registrierten Erhöhung psychischer und emotionaler Belastungen beim Polizeipersonal. Der Anteil ausgebrannter Polizistinnen und Polizisten ist besonders hoch. Die Ursachen hierfür liegen in nicht bewältigtem, beruflichem Stress, der entsteht, wenn die beruflichen Anforderungen und die zur Verfügung stehenden Bewältigungsressourcen in ein Ungleichgewicht geraten. Der Dienstherr muss seiner Fürsorgepflicht gegenüber den Beamtinnen und Beamten daher stärker gerecht werden

Polizistinnen und Polizisten üben ihren Beruf unter Einsatz ihrer körperlichen und seelischen Gesundheit aus und kommen oft mit den Grenzen menschlicher Existenzialtät in Berührung. Darüber hinaus gehen sie mit Menschenrechten um. Sie müssen im Rahmen des bürokratischen Trilemmas Ängste und fundamentale Eingriffe bewältigen. Dies macht die individualisierte Bewältigung emotionaler Arbeitsanforderungen höchst essenziell, aber auch schwierig.  Polizistinnen und Polizisten sind zunehmend erschöpft, resigniert und überlastet, was eine stärkere als bisher erfolgte Unterstützung des Polizeipersonals bei der Bewältigung polizeilicher Arbeit erforderlich macht. Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die die Polizeibediensteten im individuellen Umgang mit den emotionalen Arbeitsanforderungen entlasten und sie vor wachsender Überlastung stärker als bisher schützen. Dazu zählen bspw.:

  • Akzeptanz des Krankheits- und Personalproblems
  • stärkere Berücksichtigung der Bedürfnisse und Interessen der Polizeibediensteten im parlamentarischen Gesetzgebungsprozess
  • Organisationale Veränderungen stets in Auswirkung auf das Arbeits- und Bewältigungshandeln der Polizeibediensteten betrachten
  • keine weiteren Stellenreduzierungen
  • Absenkung des Durchschnittsalters der Polizeibediensteten durch Rücknahme des Einstellungsstopps
  • stärkere Rückendeckung der Polizei durch die Politik
  • präventive Angebote ausweiten

Literatur:

Szymenderski, Peggy (2011): Gefühlsarbeit im Polizeidienst. Zur Bedeutung einer bisher vernachlässigten Arbeitsleistung von Polizistinnen und Polizisten. In: Deutsche Polizei. Zeitschrift der Gewerkschaft der Polizei, Landesjournal Sachsen, 60 (1), S. 3-5.

Szymenderski, Peggy (2011): Gefühlsarbeit als Element professioneller Polizeiarbeit? In: Groß, Hermann/ Frevel, Bernhard (Hrsg.), Empirische Polizeiforschung XIII. Polizei: Job, Beruf oder Profession? Frankfurt a.M.: Verlag für Polizeiwissenschaft, S. 91-110.

Siehe auch: soz-polizei.html
 

   
     


         
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